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Positionspapier zu freiwilligen Nachhaltigkeitssiegeln im Rahmen der SFDR 2.0

Im Rahmen der Überarbeitung der SFDR 2.0 wurde eine Konsultationsstellungnahme bei der Europäischen Kommission eingereicht, die sich mit der Rolle freiwilliger Nachhaltigkeitssiegel im europäischen Regulierungsrahmen befasst.

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die vorgesehenen regulatorischen Produktkategorien zwar eine wichtige Grundlage für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit schaffen, jedoch in der Praxis nicht alle Unterschiede in nachhaltigen Anlagestrategien vollständig abbilden können.

Die Stellungnahme plädiert daher dafür, freiwillige nachhaltigkeitsbezogene Siegel/Label weiterhin ausdrücklich im Rahmen der SFDR anzuerkennen. Solche Siegel/Label können als ergänzendes Instrument dienen, um über regulatorische Mindestanforderungen hinausgehende Nachhaltigkeitsleistungen sichtbar zu machen, die Qualität von Nachhaltigkeitsaussagen zu stärken und zusätzliche Orientierung für Investorinnen und Investoren zu schaffen.

Ein Zusammenspiel von regulatorischer Basis und freiwilliger Qualitätsdifferenzierung kann dazu beitragen, Best Practices im Markt hervorzuheben, Innovationsanreize zu setzen und die Glaubwürdigkeit nachhaltiger Finanzprodukte insgesamt zu erhöhen.

Konsultationseingabe:
https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14666-Revision-of-EU-rules-on-sustainable-finance-disclosure/F33387837_en

Beteiligte Organisationen:
F.I.R.S.T. e.V. · Advanced Impact Research GmbH (AIR) · Forum Nachhaltige Geldanlage e.V. (FNG) · Universität Hamburg (UHH)

AIR dankt allen beteiligten Partnern und Expertinnen und Experten für die konstruktive Zusammenarbeit und die wertvollen Beiträge.

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